Mark Tippmann
Eine Druckgrafik darf kein bloßer billiger Abklatsch sein. Sie soll aus sich selbst heraus entstehen und wirken. Auf der Metallplatte werden zurechtgeschnittene Klebestreifen so angebracht, dass feine unregelmäßige Falten entstehen, die erneut mit Klebestreifen bedeckt werden. Mit einem Messer wird in die Masse geschnitten. In die Säure gelegt, dringt die Flüssigkeit langsam zum Metall durch. Die Klebestreifen werden gelöst und die Prozedur wird mehrfach wiederholt. Die im Anschluss gedruckte Radierung ist ein Unikat. Das Geflecht aus Formen und Linien steckt voller Verläufe und Schattierungen, die sich aus dem Material ergeben haben. Die Arbeit hat sich selbst geformt und steht für sich als Zeichen der Stärke des kreativen Tuns, das erst in der Druckgrafik zu seiner vollkommenen Vollendung finden kann und als solches anerkannt werden muss. Sie ist kein Produkt, keine Onaniervorlage für die Masse, sondern das, was sie sein soll.
Vita
Die Vita entspricht dem Stand
zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
der Kunstbuchedition.
1994 geboren in Leipzig/Deutschland
2014 – 2016 Studium Bildende Künste und Geschichte an der Université de Lorraine/Frankreich
2016 – 2019 Studium Kunsterziehung und Geschichte an der Hochschule der Bildenden Künste Saar und der Universität des Saarlandes, Saarbrücken, Klasse Katharina Hinsberg
2017 – 2019 Besucherbegleiter in der Modernen Galerie des Saarlandes und dem Museum für Vor- und Frühgeschichte Saar
2015 Gruppenausstellung im Salon der Université de Lorraine zum Parcours d‘artistes, Metz/Frankreich
2017 Wandgemälde in der Jugendherberge, Cuxhaven/ Deutschland
2018 Hidden Connections, Galerie der HBKsaar, Saarbrücken/Frankreich
2019 Kummune/Commune, Nancy/Frankreich
Kontakt
Oder wenden Sie sich an gopea und wir stellen den
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